10 Jahre nach der Naturkatastrophe: Erinnerungen an „Kyrill“

10 Jahre nach der Naturkatastrophe: Erinnerungen an „Kyrill“

In ihrer Ausgabe vom 18. Januar erinnert die Westfalenpost an den Orkan „Kyrill“. Auch Klaus Kaiser erinnert sich zehn Jahre nach der Naturkatastrophe an den Tag, der das Gesicht Südwestfalens und des Sauerlandes veränderte:

„Und wo war ich am 18. Januar 2007 bei Kyrill? Nach einer Ausschusssitzung in Düsseldorf wollte ich mit dem Zug kurz nach 17 Uhr Richtung Hagen und Sauerland fahren. Als ich auf dem Bahnsteig ankam, wurde gerade durchgesagt: ‚Der Zugverkehr in NRW ist eingestellt’. Ich habe nicht lange gezögert und bin direkt in die Autovermietung, damals noch am Nordausgang des Hauptbahnhofs, geeilt.

Ich gehörte zu den ersten und konnte dann eine Einwegmiete bis Arnsberg buchen. Als ich meine Buchung abgeschlossen hatte, stand da eine Schlange mit mehr als 100 Menschen.

Ich erinnere mich an den starken Wind unterwegs, an Wuppertal ohne Beleuchtung und eine mulmige Fahrt bei jedem Baum, den ich sah. Nach rund zwei Stunden kam ich dann in zu Hause an. Wohlbehalten. Einige Landtagskollegen aus OWL konnten erst zwei Tage später zurück, weil kein Zug fuhr.

Am Freitag war ich dann total geschockt, als ich mir einen Eindruck vom Ausmaß der Katastrophe machen konnte“.